Volkstrauertag
- ein bedeutender Bestandteil der deutsche Erinnerungskultur. Er konfrontiert mit der Vergangenheit und dem Auftrag, das Vermächtnis der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu erfüllen, indem sich die Menschen für friedliches Zusammenleben einsetzen.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges regte der Volksbund den nationalen Trauertag an. 1922 fand die erste Gedenkstunde im Reichstag statt. 1933, nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, wurde der "Volkstrauertag" zum "Heldengedenktag", der noch die "Helden" verherrlichte und nicht mehr die Trauer um Gefallene und Kriegsopfer betonte. Um sich von der Tradition des "Heldengedenktages" abzusetzen, wurde 1952 beschlossen, den Volkstrauertag nicht im Frühjahr, sondern künftig am vorletzten Sonntag vor dem 1. Advent zu begehen. Gedenkstunden zum Volkstrauertag sollen das Andenken an die Opfer bewahren, für Frieden und Versöhnung werben und dieses Vermächtnis an die junge Generation weitergeben.

In Altentreptow ist dieses Gedenken zur guten Tradition geworden.
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, aus Politik und Kirchengemeinden sowie viele Bürger der Stadt finden sich zum Gedenken an der  Kapelle in St.Petri ein.

Seit dem November 2011 erinnert eine Gedenkstele auf dem Friedhof in Altentreptow an die über 400 Toten, die in Folge des 2. Weltkrieges in Altentreptow starben und in Massengräbern dort bestattet wurden.